Kreisoberliga: Saisonrückblick 2010/11

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Favorit Mahlwinkel wird mit knappem Vorsprung Kreismeister

Die Kreisoberliga zeigte in dieser Saison ein zweigeteiltes Feld. An der Spitze sind vier Mannschaften, die das Niveau in dieser Saison bestimmten. Die anderen sechs Mannschaften mit großem Punktabstand dahinter hatten alle mehr oder weniger gegen den Abstieg zu kämpfen.
Der Kreismeister SV Mahlwinkel brachte aus der Hinrunde eine weiße Weste in die Rückrunde mit. So gut lief es in diesem Jahr aber nicht mehr. Die Mahlwinkler mussten zwei Heimniederlagen gegen Tangermünde II und ihrem ärgsten Verfolger Eintracht Osterburg hinnehmen. Der Vorsprung aus der Hinrunde reichte aber aus, um sich mit einem Punkt Vorsprung den Titel des Kreismeisters zu sichern.
Der Seriensieger der letzten Jahre Eintracht Osterburg kam diesmal auf Rang 2. Sie hatten in der Hinrunde 5 Punkte verloren. In der Rückrunde kam jedoch kein weiterer Minuszähler dazu. Sie konnten gegen alle Staffelkonkurrenten gewinnen. So schoben sie sich immer näher an Mahlwinkel heran. Am Ende fehlte nur ein Punkt, um den Titel zu verteidigen. Osterburgs Nr. 1 Lothar Böhm verteidigte in dieser Saison knapp den ersten Rang in der Spielerrangliste aus der Vorsaison. Mit seinem Partner Enrico Behrens stellt L. Böhm auch das beste Doppel der Saison.
Mit 4 Punkten Rückstand kam die Mannschaft von Altmark Iden auf den 3. Platz. Sie konnten zwar den 2. Platz aus der letzten Saison nicht verteidigen, verbesserten sich punktemäßig aber deutlich. In Anbetracht das Absteiger Mahlwinkel in dieser Saison mitspielte, eine klare Leistungssteigerung.
Die letzte Mannschaft des Spitzenquartetts in der KOL ist der TSV Tangermünde II auf Platz 4. Auch die Tangermünder fuhren deutlich mehr Punkte ein als im Vorjahr. In der Hinrunde überzeugten sie beim Sieg über Eintracht Osterburg. In der Rückrunde wiederholte Tangermünde II diese gute Leistung in Mahlwinkel. Sie konnten den späteren Kreismeister mit 8:5 bezwingen. Danach gaben sie aber 3 Punkte gegen die stark abstiegsbedrohten Mannschaften HSV Stendal und Mahlwinkel II ab.

Ab Platz 5 beginnt schon das untere Tabellenfeld. Mit 11 Punkten Abstand und deutlich negativem Punkteverhältnis landete Germania Klietz auf Rang 5. Von richtiger Abstiegsbedrohung kann man bei Germania Klietz nicht sprechen, es waren am Ende aber nur 4 Punkte bis zu einem Abstiegsplatz. Die Klietzer machten die wichtigen Punkte gegen die abstiegsbedrohten Mannschaften. Ein überraschender 8:6 Auswärtserfolg gelang Ihnen in der Rückrunde beim TSV Tangermünde II.
Auf den 6. Platz kam Medizin Uchtspringe. Durch den Wechsel ihres stärksten Spielers Roland Siedentop nach Bismark, war anzunehmen, dass sie den 3. Platz aus dem Vorjahr nicht wiederholen können. Mit 6 bzw. 7 Punkten in den beiden Saisonhälften reichte es aber, um die Klasse zu halten. Zum Saisonende wurde es noch mal eng für die Uchtspringer. Der Punktgewinn gegen Klietz und der Sieg im letzten Spiel gegen TTC Lok Stendal II brachten den nötigen 3-Punkte-Vorsprung zu einem Abstiegsplatz.
Einen Punkt hinter Uchtspringe wurde der TTC Lok Altmark Stendal II Siebenter. Der TTC spielte zwei unterschiedliche Saisonhälften. In der Hinrunde mit Platz 5 noch Beste vom "Rest", konnten sie in der Rückrunde nur noch 4 Punkte gewinnen. Eine Ursache war, das ihre zwei Spitzenspieler Antonius Wollmann und Philipp Bauer im Laufe der Hinrunde in die 1. Mannschaft aufrücken mussten. Der Punktevorsprung aus der Hinrunde reichte aber aus, um knapp dem Abstieg zu entkommen.
Wie im Vorjahr reichte der 2. Mannschaft vom SV Mahlwinkel ein Punkt Vorsprung um nicht abzusteigen. Sie sahen schon wie der zweite Absteiger aus, schafften in den letzten drei Spielen aber noch die Wende. Dem beachtlichen 8:6 Erfolg gegen Tangermünde II folgten noch zwei Unentschieden gegen Kläden und Klietz. Diese 4 Punkte reichten, um noch am HSV Stendal vorbei zu ziehen.
Der Handwerker SV Stendal spielte eine gute Rückrunde, es reichte aber nicht mehr, dem 9.Platz zu entgehen. Der letzte Platz mit nur 3 Punkten aus der Hinrunde war ein zu schwerer Rucksack. Sie versuchten in der Rückrunde alles, am Ende fehlte aber ein Punkt. So war mit der guten Leistung bei Tangermünde II sogar ein Sieg möglich und auch dem Unentschieden gegen den Letzten Kläden werden sie einem Punkt nachtrauern. Mit der Rückrunde als sechsbeste Mannschaft können sie aber zufrieden sein. Ihre Nr. 1 Long VoThanh wurde bei der zum ersten Mal durchgeführten Wahl als "Bester Spieler der Saison" gewählt.
Vielleicht gibt es für den in dieser Saison erst aufgestiegenen HSV Stendal noch ein Happy End, da zwei Mannschaften aus der Kreisliga das Aufstiegsrecht nicht wahrnehmen.
Letzter und damit Absteiger aus der Kreisoberliga wurde der Klädener SV. Wie der HSV erst aufgestiegen, geht es gleich wieder eine Klasse tiefer. Die Klädener konnten ihren stärksten Spieler Markus Arnold nur ein Mal einsetzen. So waren insgesamt 5 gewonnene Punkte zu wenig, um die Klasse zu halten.

Bester Einzelspieler der Saison wurde mit 36:7 Spielen Lothar Böhm (Eintracht Osterburg).

Nr. Name Verein Punkte Bilanzwert
1. Lothar Böhm 
Eintracht Osterburg 
36 : 7 30044
2. Matthias Reinkemeier 
TSV Tangermünde II 
36 : 6 30029
3. Enrico Behrens
Eintracht Osterburg 33 : 6 29837


Bestes Doppel wurden die Osterburger Lothar Böhm / Enrico Behrens. Sie verloren kein Spiel.

Nr. Namen Verein Punkte
1. Lothar Böhm / Enrico Behrens Eintracht Osterburg 17 : 0
2. Norbert Fries / thomas Seidel 
Altmark Iden 
12 : 4
3. Jörg Prigge / Benjamin Reinke  
SV Mahlwinkel
7 : 1